Wie du schlechten Content auf deiner Webseite für immer hinter dir lässt

von Business Marketer 22 Juli, 2018

Du hast bereits in die technische Entwicklung und Vermarktung deiner Webseite investiert, doch sie funktioniert noch nicht richtig? Verlassen Besucher deine Webseite, ohne deine Angebote wahrzunehmen? Die Wahrheit sieht so aus: Wenn der Content deiner Webseite in den ersten Sekunden deine Kunden nicht mitreißt, dann werden sie deine Webseite verlassen und zur Konkurrenz wechseln.

Wenn du die Aufmerksamkeit deiner Kunden auf dich ziehen und behalten möchtest, dann biete ihnen die Informationen an, nach denen sie suchen. Mache es besser, interessanter und gründlicher als deine Konkurrenten. Denn der Content auf deiner Webseite, der dieser Aufgabe nicht gerecht wird, schwächt deine Unternehmensentwicklung, statt sie zu stärken.

Wie verstehst du, dass dein Content „mehr schlecht als recht“ ist?

Stell dir vor: Du willst ein Fahrrad kaufen, gibst die Suchanfrage ein, folgst dem Link und gehst auf die Webseite der Firma, die dich interessiert hat. Und sofort siehst du einen unglaublich langen Text über die Geschichte der Erfindung des Zweiradmechanismus und die Prinzipien seiner Funktionsweise oder eine Menge gemischter Fotos ohne Unterschriften und Preise. Noch eine andere Option, die bei den Fans der einfachen SEO-Werbung besonders beliebt ist, ist Text, der zu 70% aus Floskeln wie „ein Fahrrad zu einem guten Preis kaufen“, „Fahrräder günstig kaufen“ usw. besteht.

Du wirst kaum Lust haben, die Angebote dieses Unternehmens unter die Lupe zu nehmen, da die Auswahl anderer Anbieter breit genug ist. Reine SEO-Werbung funktioniert, im Gegensatz von vor 5 Jahren noch, heute nicht mehr.

Wie erkennst du qualitativ schlechten Content:

  • Er gibt keine Antworten auf Fragen, die den Benutzer betreffen bzw.
  • Entspricht nicht dem, was dein Kunde ursprünglich angefragt hat
  • Texte sind in langweiliger Amtssprache geschrieben, wie in einem Nachschlagewerk oder einer Enzyklopädie
  • Es gibt keine klare Struktur: Alle Informationen werden in einem langen Absatz dargestellt
  • Es gibt Fehler in den Beschreibungen
  • Übermäßige oder nicht organische (unnatürliche) Verwendung von Keywords und Phrasen
  • Bilder fehlen oder entsprechen nicht den Beschreibungen

Du wirst dich vielleicht fragen, warum du auf die Qualität des Contents achten solltest, wenn deine Preise niedriger sind als die deiner Mitbewerber?
Das ist zwar kein schlechter Gedanke, aber diese Herangehensweise allein funktioniert nicht. Denn um diese günstigen Preise zu sehen, muss der Nutzer auf deine Website gelangen. Wie passiert das? Der Nutzer sucht nach Informationen, indem er eine Suchanfrage in die Suchmaschine eingibt, und normalerweise die ersten Ergebnisseiten durchschaut. Wenn deine Website nicht oben in den Top-Positionen platziert ist, werde nur die hartnäckigen Fälle auf deine Seite gelangen – doch selbst das wird eine Seltenheit sein.

Das Ranking der Seiten in der Google-Suchmaschine erfolgt durch Auswertung und Vergleich mehrerer Faktoren, einschließlich der Übereinstimmung des Contents der Webseite mit der eingegebenen Suchanfrage. Der Schlüsselwert ist allerdings das Nutzerverhalten:

  • Die Verweildauer: es ist schlecht, wenn sie weniger als 10 Sekunden beträgt
  • Seitentiefe: sie zeigt an, ob der Nutzer den gesamten Text gelesen oder sich auf den ersten Absatz beschränkt hat

Wenn sich der Nutzer lange auf deiner Website aufhält, bedeutet das: Dein Content ist für ihn interessant und nützlich. Dies verbessert die Rankings deiner Webseite in den Suchergebnissen. Umgekehrt führt eine kurze Besuchsdauer zu einer hohen Absprungrate, die die Position deiner Webseite nach unten verschiebt.

 

Wie gehst du mit schlechtem Content um?

Das hängt ganz vom Baumaterial der Webseite ab: also von den Texten, Bildern, Videos usw. Irgendwo kannst du mit Sicherheit kleine Änderungen vornehmen: Bild-Unterschriften und -beschreibungen hinzufügen, lange Text-Absätze in kleinere Blöcke mit Untertiteln einteilen, unnötige Wörter und Redensarten entfernen, etc.

Manchmal aber ist es einfacher und effizienter, Content von Grund auf neu zu erstellen. Besonders, wenn die Webseite bereits vor 5-10 Jahren entwickelt wurde und seitdem neue Geschäftszweige entstanden sind, die Produktpalette sich erweitert hat, du neue Zielgruppen erschlossen hast oder die Positionierung des Unternehmens sich verändert hat. Außerdem haben viele zu Beginn ihrer Webseite an hochwertigem Content gespart, indem sie Texte und Bilder aus anderen Quellen kopiert haben.

Deine Webseite und die Seiten in den sozialen Medien sind die Online-Präsentation deines Unternehmens. Auf Grundlage des dortigen Contents entscheiden potenzielle Kunden, ob sie sich auf ein Geschäft mit dir einlassen wollen oder nicht. Achte daher unbedingt auf die Qualität deines Contents.

Eigenschaften hochwertigen Contents

Es geht nicht um persönlichen Geschmack: Es ist unmöglich, alle Benutzer zu befriedigen. Aber es gibt einige Merkmale, die die Qualität des Contents objektiv beurteilen. Guter Content unterscheidet sich durch:

  • Orientierung nach Interessen und Bedürfnissen der Kunden
  • Praktischen Wert für Leser
  • Reale Angaben (verifizierte Information)
  • Verständlichkeit
  • Vielfalt: Texte, Bilder, Videos
  • Einzigartigkeit

7 Tipps, wie du hochwertigen Content erstellst

Wende diese Tipps an, um deine Website und Seiten in sozialen Netzwerken für deine Kunden attraktiv zu machen.

1. Schreibe darüber, was deine Benutzer aktuell beschäftigt

Wenn du deine Vorteile (Benefits) effektiv vermitteln möchtest, solltest du sie hinsichtlich des Kundennutzens präsentieren. Wenn der Nutzer einen Fremdsprachenkurs sucht, interessiert er sich für dessen Effektivität, Kosten, Ort usw. Die Beschreibung „günstige Preise und gute Qualität“ sagt nichts. Die Möglichkeit der monatlichen Zahlung oder eines Rabattsystems klingt viel attraktiver sowie die Zahl der Kursabsolventen, die dank der erworbenen Kenntnisse einen Job gefunden haben. Positives Feedback und Erfolgsgeschichten sind ein Schlüssel zu deinem fesselnden Content.

2. Biete Informationen an, die bei der Arbeit helfen oder das Leben erleichtern

Das Ziel jeden Contents ist es, Produkte, Dienstleistungen oder Ideen zu bewerben.
Vermeide jedoch direkte Werbung und aggressive Verkaufstechniken. Oft kommt es vor, dass du mit einer „kalten“ Zielgruppe zu tun hast, deren Interesse an deinem Produkt noch schwach ausgeprägt ist. Wenn du langfristige Beziehung aufbauen willst, solltest du konsequent und überzeugend sein. Teile das notwendige Wissen und nützliche Tipps mit deiner Zielgruppe. Auf diese Weise wirst du ihr Vertrauen verdienen und einen Expertenstatus erwerben. Verwende entweder deine eigene Geschichte als Fallstudien oder die deiner Kunden zur visuellen Veranschaulichung.

3. Drücke deine Gedanken klar und in einfachen Worten aus

„Wenn du etwas nicht in einfachen Worten erklären kannst, dann verstehst du es selbst noch nicht gut genug.“

Dieser Satz wird Albert Einstein zugeschrieben, und wir können ihm nicht widersprechen. Verkompliziere deinen Content nicht mit Fachterminologie. Denke daran, dass es im Internet Millionen von Webseiten gibt und häufig ist der Benutzer Zeitmangels wegen nicht bereit, seine Zeit damit zu verschwenden, sich selber mögliche Frage zu beantworten.

Hier sind Tipps, mit deren Hilfe du den „Weg zum Herzen“ deiner Leser finden wirst:

  • Schreibe lange Texte, denn sie tragen dazu bei, dich als Experte für ein bestimmtes Thema zu positionieren: Artikel mit mehr als 1.000 Wörtern erschließen das Thema tiefer als bloß zwei kurze Absätze.
  • Beschränke dich aufs Wesentliche: Bleibe bei der Sache und vermeide unnötige Informationen
  • Vermeide langweilige Floskeln wie: „professionelles Team“, „unübertroffene Qualität“, „aus der Komfortzone ausbrechen“, usw.
  • Strukturiere den Text mit Absätzen, deutlich gekennzeichneten Titel und Untertiteln, geordneten und ungeordneten Listen (mit und ohne Aufzählung)
  • Mache eine Rechtschreibprüfung: Diese einfache Regel ignorieren viele (aber nicht deine Leser!)

Eine nützliche Quelle zur Überprüfung deiner Texte auf Lesbarkeit ist z.B. www.textanalyse-tool.de . Es ist leicht in der Bedienung und kannst deine Texte selbst verbessern, ohne dich an ein Lektorat wenden zu müssen:

4. Achte auf deinen Ruf: Überprüfe alle Informationen, die du verbreitest

Du bist verantwortlich für das, was du auf deiner Website veröffentlichst, auch wenn ein Drittanbieter sich mit der Content-Erstellung beschäftigt. Gib keinen Anlass, deine Ehrlichkeit oder Kompetenz zu bezweifeln. Verwende nur Quell- oder Ressourcendaten, denen du vertraust, um Content zu erstellen. Falls du aber einen Fehler gemacht hast, versuche nicht, ihn unter den Teppich zu kehren oder so zu tun, als wäre er so angedacht. Entschuldige dich und korrigiere ihn zeitnah.

5. Verwende relevante Keywords in der richtigen Menge

Keywords entsprechen Anfragen, die Benutzer in Suchmaschinen eingeben. Wenn der Content deiner Webseite diese Wörter enthält, hast du mehr Chancen, auf Seite 1 in den Suchergebnissen zu landen. Analysiere die Relevanz von Anfragen mithilfe des Tools Google AdWords. Setze Keywords und ihre Kombinationen sorgfältig in den Text ein: Sie sollten angemessen und harmonisch aussehen. Und tue alles in Maßen, denn die Fülle von Keywords irritiert die Leser und trägt dann nicht zur guten Vermarktung bei. Darüber hinaus bemerken Suchroboter schnell diesen einfachen Trick und senken die Position der Website.

6. Füge Bilder in die Textblöcke ein

Fotos und Grafiken führen mehrere Funktionen gleichzeitig aus:

  • Helfen, deine Idee zu vermitteln, und ergänzen oder konkretisieren die textliche Beschreibung
  • Aufmerksamkeit erregen, Emotionen und / oder Assoziationen hervorrufen
  • Den Augen eine kurze Pause geben, nach der es leichter fällt, den Textteil weiterzulesen
  • Helfen, den Beitrag zu strukturieren

Wähle Bilder, die deinen Zielen entsprechen. Wenn Du den Nutzer emotional einbeziehen möchtest, dann verwende geeignete Fotos, Abbildungen oder Gifs. Falls dein Content informativ ist, ergänze ihn mit Videoanleitungen oder Infografiken.

Es gibt noch einen anderen guten “Trick”, um den Zustand deiner Website zu verbessern – und zwar Infografiken. Damit kannst du eine lange Reihe von Zahlen und Fakten abbilden, und sie werden die Aufmerksamkeit deiner potenziellen Käufer auf sich ziehen. Aber mach dir keine Sorgen – es ist überhaupt nicht schwierig, Infografiken zu erstellen.

7. Überprüfe immer die Einzigartigkeit deines Contents.

Das solltest du beherzigen, besonders wenn du ihn von anderen erstellen lässt. Zwar gibt es heutzutage nur wenige, die einfach die Copy-Paste-Funktion verwenden, aber trotzdem kommen immer noch Vervielfältigung der beliebtesten Teile eines Textes vor. Einzigartiger Content für deine Webseite ist aus zwei Gründen wichtig:

  • Er kommt auf den Punkt, enthält die richtigen Keywords und ist in einem angemessenen Stil geschrieben. All dies erhöht deine Chancen, Nutzer anzuziehen
  • Plagiate sind strafbar: Suchmaschinen finden Webseiten mit dem kopierten Text und senken automatisch ihre Position in SERP

Fazit

Jetzt weißt du, wie du schlechten Content der Webseite erkennst und was damit zu tun ist. Seine Beseitigung und Korrektur wird das Problem zwar nicht sofort lösen, aber mit der Zeit werden sich deine Positionen in den Suchergebnissen deutlich verbessern. Darüber hinaus erweiterst du durch regelmäßige Veröffentlichung von gutem Content deine Zielgruppe und erhöhst die Wiedererkennung deines Unternehmens.
Denn Nutzer, die einen bekannten Namen in den Suchergebnissen sehen, werden lieber diesen Link besuchen, auch wenn der Rang etwas niedriger sein mag, als die der Konkurrenten.

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