SEO oder PPC: Welche Traffic Strategie ist die bessere?

von Business Marketer 29 Mai, 2018

Startest du deine Marketingkampagne und möchtest Ergebnisse bekommen, in denen jeder investierte Euro einen Neukunden generiert?

Dazu hast du viele Möglichkeiten. Du kannst beispielsweise soziale Netzwerke und Messenger-Dienste nutzen, die zur Zeit aktiv Marktanteile gewinnen. Oder aber verwende die alte und bewährte Suchmaschine. Ja, sie funktioniert immer noch.

Es stellt sich aber schnell die Frage, welchen Weg der Vermarktung du wählen solltest: SEO oder PPC?

Lass uns die Vor- und Nachteile jeder Option analysieren, damit du die Entscheidung einfacher treffen kannst.

Das Wichtigste in Kürze

Die Zahlen lügen nicht, deswegen lass uns zuerst die Statistiken von WebpageFX anschauen.

SEO im Jahr 2017:

  • 93% der Interaktionen beginnen mit Suchmaschinen;
  • 70% des Suchmaschinen-Traffics ist organisch;
  • 14,6% aller durch SEO generierte Leads schließen einen Kauf ab;
  • Im Google-Suchfeld werden jährlich mehr als eine Billion Anfragen eingegeben;
  • 89% der Marketer meinen, dass SEO effektiv ist;

PPC im Jahr 2017:

  • Leute, die auf die Anzeige geklickt haben, kaufen 50% öfter;
  • 65% aller Suchanfragen enden mit einem Klick auf eine Anzeige;
  • Die Anzeige in der Suche erhöht die Markenbekanntheit um 80%;
  • 32% der Unternehmen verwenden PPC, um Produkte direkt an Verbraucher zu verkaufen;
  • Im Durchschnitt verdienen Unternehmen 3 Dollar für alle 1,60 Dollar, die sie für AdWords ausgegeben haben;

Beide Strategien weisen beeindruckende Zahlen auf. Sowohl PPC als auch SEO helfen dir, neue Leads zu gewinnen und deinen Umsatz zu steigern. Aber was passt dir?

In diesem Artikel werden wir alles genau erklären. Also, kommen wir zu den Vor- und Nachteilen beider Optionen.

Vorteile von SEO

Der Hauptgrund, warum du die Suchmaschinenoptimierung wählen solltest, ist der niedrige Preis. Du bekommst Traffic billiger (im Vergleich zu PPC), besonders, wenn du alles selbst machst.

Die Kosten eines Besuchers, der über die Suchmaschine auf deine Seite gelangt, können bis zu 5 Euro ausmachen. Und niemand wird dir garantieren, dass der Besucher dein Produkt oder dein Dienstleistung auch kaufen wird. Übrigens, die Google-Werbung auf anderen Seiten über das Display-Netzwerk ist viel billiger und kostet kaum 2 Euro pro Klick. Im Folgenden sind die durchschnittlichen CPCs für einige der führenden Branchen aufgeführt.

Quelle: https://www.wordstream.com/blog/ws/2016/02/29/google-adwords-industry-benchmarks, 28.05.2018

 

Falls gerade erst am Anfang stehst und Kunden mit PPC gewinnen möchtest, brauchst du ein großes Budget und natürlich viel Zeit. Beim ersten Versuch ist es eher unwahrscheinlich, dass du den gewünschten CPA („Cost per Acquisition“/ „Kosten pro Kundenakquisition“ und ROI („Return on Investment“ / „Investitionsrentabilität“) bekommen wirst. SEO ist viel billiger, aber es beansprucht mehr Zeit. Also, was wählst du: Geld oder Zeit?

Darüber hinaus garantiert SEO langfristige Ergebnisse. Siehe dir die Grafik an, die den Unterschied zwischen organischem (blau) und bezahltem (grün) Traffic zeigt:

Quelle: http://www.atlcomputerdude.com/service-list/search-engine-marketing-%E2%80%93-seo, 28.05.2018

Beachte, dass SEO am Anfang nur geringe Ergebnisse liefert, aber im Laufe der Zeit wirst du den positiven Effekt deutlich spüren. Somit ist SEO stabiler als PPC und kann über viele Jahre hinweg hochwertigen organischen Traffic erzeugen.

Denk nur darüber nach: Jeder Klick, den du über PPC bekommst ist kostenpflichtig. Und das reduziert, im Gegensatz zu SEO, deinen Endgewinn.

Vorteile von PPC

Erstens, trägt es zu einer plötzlicher Traffic-Explosion bei. Vom ersten Tagen an kommen Leute auf deine Seite, die bereit sind, bei dir zu kaufen.

Quelle: https://www.huffingtonpost.com/entry/8-things-every-business-needs-to-know-about-seo_us_59833b97e4b094ff5a3f0c47, 28.05.2018

Außerdem hast du eine Möglichkeit, Keywords anzupassen, nach denen deine Zielgruppe deine Seite finden kann. Und aufgrund dessen filterst du überflüssige Klicks heraus und sparst dadurch bares Geld.

PPC hilft dir, Traffic präzise zu verwalten und deine Markenbekanntheit schnell zu erhöhen. Dies ist besonders für junge Unternehmen sehr wichtig, weil sie die ersten Schritte in der Welt des Online-Marketings machen und danach streben,  Bekanntheit zu erlangen. Es ist aber kein Geheimnis, dass sich alle Nutzer die erste Seite in den Suchergebnissen ansehen, selbst wenn sie auf keine Anzeige  klicken. Mach dir deshalb keine Sorgen, dass deine Marke in Vergessenheit geraten wird.

Ein weiterer Vorteil: Werbung konvertiert 1,5-mal höher. Dies liegt an der flexibleren Einrichtung, hauptsächlich von Keywords. Wir haben darüber weiter oben geschrieben.

Darüber hinaus entwickeln sich PPC-Technologien immer weiter, und jedes Jahr bekommst du immer mehr Möglichkeiten, deine Markenbekanntheit mithilfe von PPC zu erhöhen. Obwohl Google AdWords das Werbeprogramm bleibt, dass den Löwenanteil des Marktes (fast 80%) hat, hast du trotzdem weitere Möglichkeiten zur Auswahl: zum Beispiel  kannst du Bing Ads verwenden oder Anzeigen in sozialen Netzwerken schalten.

Nachteile von SEO

Du solltest aber berücksichtigen, dass nicht alles so rosig ist, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.

Suchmaschinen ändern ständig ihre Algorithmen, und wenn du gestern auf dem ersten Platz in den Google Suchergebnissen warst, ist es nicht unwahrscheinlich, dass du schon morgen einen großen Rückschlag verkraften musst. 40% der Marketer behaupten, dass solche Änderungen die größten Probleme für SEO sind.

Im Laufe der letzten Jahre haben grundsätzliche Updates wie Panda und Penguin zu erheblichen Störungen bei den Suchergebnissen geführt und viele Marketer haben negative Auswirkungen zu spüren bekommen. Daher ist es wichtig, dass du dir klar machst, dass SEO keine Strategie der Art “Einmal eingerichtet und fertig” ist. Leider funktioniert das bei SEO nicht wirklich.

Es erfordert ständige Pflege und Updates nach den aktuellen Trends. Darüber hinaus:

A) Du kannst den Platz in den Top- Positionen verlieren

In letzter Zeit haben einige Websites aufgrund des Updates von Google Fred einen Rückgang des Traffics um 90% erlebt. Sobald die Suchmaschinen die Algorithmen aktualisieren, kannst du sofort in den Suchergebnissen absinken, selbst wenn du die Regeln befolgst. Der beste Weg, um die Position deiner Website zu behalten, ist:

  • sich an ethische (weiße) Arten der Promotion halten;
  • sich auf die Erstellung von qualitativ hochwertigem Content konzentrieren;
  • allen Updates zu Suchalgorithmen folgen.

Aber sogar das gibt dir keine 100% Garantie.

B) Um Ergebnisse zu sehen, brauchst du viel Zeit.

Wenn Geduld nicht deine Stärke ist, wird SEO dich zappeln lassen. Dies ist keine Strategie, die über Nacht zu Ergebnissen führt. Sogar nicht einmal in einem Monat

Auch wenn du ein Profi darin bist, Backlinks zu bekommen, erwarte keine sofortigen Wunder. Denke daran, dass die Indexierung sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Wie viel – niemand weiß. Dies kann bis 4 Wochen dauern.

Sei bereit, ein paar Monate zu warten, bevor du die ersten echten Ergebnisse siehst. Aber je länger du arbeitest und je öfter du schreibst, desto schneller werden neue Artikel auf die erste Seite der Suchergebnisse gelangen. Bedenke das und bewahre Geduld.

C) Niemand verspricht dir eine TOP-Position in den Suchergebnissen

Das Hauptziel von SEO Marketern ist es, deine Website auf der ersten Seite nach bestimmten Keyword-Phrasen zu bringen.

Es gibt eine fast endlose Anzahl von Faktoren, die bestimmen, auf welcher Suchseite dein Content angezeigt wird. Und du kannst sie nicht immer kontrollieren. Dies ist trotz der Tatsache, dass 75% der Nutzer niemals auf die zweite Seite der Suchergebnisse gehen. Das heißt, wenn du nicht in den TOP-Positionen landest, sind alle deine Bemühungen umsonst.

Nachteile von PPC

Wir haben bereits erwähnt, dass PPC teurer ist, was der Hauptnachteil ist. Sowie die Tatsache, dass die Kosten ständig steigen. Je mehr Marketer auf diese Art von Promotion setzen, desto größer die Konkurrenz und dementsprechend höher die Kosten pro Klick.

Manchmal übersteigt das für die Trafficgewinnung ausgegebene Geld, den Umsatz, den du durch deine Verkäufe erzielst. Am Ende kannst du so in die roten Zahlen rutschen. Für Start-ups kann dies kritisch sein.

A) Optimierung ist ein langer Prozess

PPC ist kein Allheilmittel. Wenn du Werbung schaltest, garantiert dir niemand sofortige Ergebnisse. Für die Analyse aller Einzelheiten brauchst du Zeit sowie für die Anzeigenoptimierung.
Es ist jedoch wichtig, dass du den Klickpreis minimierst und die Klickrate erhöhst. Dies ist selbst für erfahrene Marketer ein ziemlich schwieriger Prozess. Du musst testen, analysieren und ständig Geld ausgeben.

B) Du bekommst Leads erst wenn du zahlst

Obwohl die anderen Arten der Promotion, wie SEO, soziale Netzwerke, Content-Marketing, usw. auch ständige Pflege benötigen, musst du kein Geld ausgeben, um Leads zu gewinnen. Wenn du alles auf Pause setzt, werden die Leute immer noch auf deine Seite kommen.
Leider gilt dies nicht für PPC.

Um ein gutes Trafficniveau zu erhalten, solltest du kontinuierlich in deine Kampagne investieren.

Wie wählst du eine erfolgreiche Strategie?

Beantworte einfach die Frage, was im Moment für dich wichtiger ist: Geld oder Zeit.
Wann lohnt es sich, SEO zu wählen?

Wenn du an langfristigen Ergebnissen interessierst und bereit bist zu warten.
Ja, am Anfang musst du vieles einrichten und Zeit investieren (sowie Geld, falls du dich dafür entscheidest, Spezialisten einzubeziehen). Aber dann kann SEO seine gewaltige Kraft vollständig entfalten.

Im Zuge der Entwicklung deiner Kampagne und Steigerung des optimierten Contents, erhöhen sich Traffic, Leads und deine Verkäufe. Und je mehr Zeit seit Beginn der Optimierung vergangen ist, desto besser sind die Ergebnisse.

Wann solltest du PPC wählen?

Die Antwort ist einfach: wenn du in den nächsten 24 Stunden Ergebnisse erzielen möchtest.
Du musst schließlich nur Werbung einrichten, Geld zahlen und auf „Veröffentlichen“ klicken – und das wars. Du landest auf der ersten Google- Seite.

Beschränke dich nicht auf Google AdWords. Zum Beispiel wird der Facebook-Werbeanzeigenmanager ständig verbessert. Du kannst die Anzeige den Zielkunden zeigen: Interessen und Wohnsitz festlegen (sogar die Hausnummer angeben).

Fazit

Bevor du dich für eine Werbestrategie entscheidest, solltest du kurz- und langfristige Bedürfnisse bestimmen.

SEO wird dir helfen, Traffic jahrelang anzuziehen, aber die ersten Ergebnisse wirst du in 2-3 Monaten bekommen. Mithilfe von PPC hingegen wirst du schon in den ersten Tagen deiner Kampagne Käufer gewinnen. Allerdings ist PPC teurer und erfordert eine ständige Geldinvestition.

Verwende diese beiden Strategien gemeinsam. Auch wenn SEO keine sofortigen Ergebnisse liefert, solltest du mit einer SEO-optimierten Seite starten; gleichzeitig kannst du durch targetierte PPC-Werbung die ersten Kunden gewinnen.

PS:

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