Facebook Marketing neu definiert: Der Kunde ist König

von Business Marketer 02 Juni, 2018

Also, wie sollen Marketer mit den Facebook-Richtlinienänderungen umgehen?

Anfang dieses Jahres erschütterte Facebook die Welt mit einer Ankündigung des Plattform-Gründers, Mark Zuckerberg.

In diesem Jahr konzentriere sich die Social-Media-Plattform auf ihren Kernzweck, „Menschen dabei zu helfen, in Verbindung zu bleiben und uns den Menschen, die uns wichtig sind, näher zu bringen“.

Facebook stellt seine Kunden über seine Gewinn-Agenda.

Es hat sogar die Aufgaben seiner Produkt-Teams neu ausgerichtet. Deren Aufgabe besteht nun darin, sich darauf zu konzentrieren, statt dir bei der Suche nach relevantem Content behilflich zu sein, „sinnvolle Soziale Interaktionen zu ermöglichen.“

So weit, so gut. Bis man in der Ankündigung weiterliest: Facebook wird einzelne Beiträge von Personen und Seiten, die Click- Baits verwenden, herabstufen.

Was ist unter dem Begriff “Click- Bait” gemeint?

Hier geht es um jeden Beitrag, der Nutzer bittet, etwas zu liken, zu teilen oder einen Kommentar zu hinterlassen, um etwas im Gegenzug dafür zu bekommen. Beachte, dass „etwas“ nicht unbedingt ein kostenloser Download sein muss. Vielleicht erhält der Nutzer die Möglichkeit seine Stimme für etwas abzugeben, seine „wahre Liebe“ zu finden oder an einem Wettbewerb oder einer Verlosung teilzunehmen.

Quelle: https://newsroom.fb.com/news/2017/12/news-feed-fyi-fighting-engagement-bait-on-facebook/, 01.06.2018

Warum ist das eine so große Sache? Und wieso sind diese Ankündigungen für Facebook-Marketer so wichtig?

Diese Ankündigungen spiegeln eine wesentliche Änderung bei Facebook wieder.

Lies zwischen den Zeilen der Ankündigung von Zuckerberg und du verstehst, dass Facebook seine Kunden über seine eigene Gewinn-Agenda stellt.

Aber eben hier ist der Haken. Dies wirkt sich automatisch auf die Gewinn-Chancen jeden Unternehmens aus, das Facebook für Vertrieb und Werbung nutzt.

Also, was sollten Marketer jetzt machen?

Lass uns einen genaueren Blick darauf werfen, wie Facebooks neue Richtlinien Marketer beeinflussen und was du tun solltest, um von Facebooks Neuausrichtung zu profitieren.

Denke daran, dass es nur ums Business geht

Obwohl wir alle verstehen, dass Zuckerbergs Änderungen den Benutzern ein besseres Erlebnis bieten sollen, bereiten Facebooks Richtlinienaktualisierungen Unternehmern in den meisten Fällen Kopfzerbrechen.

Nichtsdestotrotz sind diese Änderungen nicht so wild oder so schlecht, wie du denken magst.

Facebook hatte schon immer strenge Nutzungsbedingungen. Es gab immer Richtlinien, die bestimmte Verhaltensweisen implizit oder explizit verboten. Einige von ihnen schienen zwar bei ihrer ursprünglichen Ausarbeitung  verständlich zu sein, aber mit der Zeit wurde klar, dass sie weder einfach durchzusetzen, noch zu erklären waren, wie vielleicht zuerst vermutet.

Diese neuen Richtlinien füllen diese Verständnislücken auf, indem sie vage Begriffe durch explizitere ersetzen und andere Sachverhalte eindeutig klarstellen.

Warum ist das für Facebook so wichtig? Wieso werden ständig solche Änderungen gemacht?

Grundsätzlich ist Facebook ein normales Business. Sie möchten, dass wir, Marketer, ihre Platform nur dafür nutzen, den Facebook-Nutzern eine besser Nutzererfahrung zu bieten.

Ihr Erfolg hängt von den Menschen ab, die ihre Plattform täglich besuchen. Facebook hat Features implementiert (zum Beispiel den Like-Button), die ihnen Daten beispielsweise darüber liefern…

  • Was Nutzer mögen und was nicht;
  • Wer ihre Freunde sind;
  • Welche Themen gerade heiß diskutiert werden;

Indem Facebook mehr Daten sammelt und beobachtet, wie die Nutzer verschiedene Funktionen benutzen (und vor allem, warum sie sie auf diese Weise verwenden), so optimiert Facebook nicht bloß das Benutzererlebnis, sondern auch das Back-End – und so verbessern sie die Plattform für alle Beteiligten.

Noch einmal: Es geht Facebook in erster Linie darum, den Nutzern ein tolles Erlebnis zu bieten; damit sie immer wieder zu Facebook zurückkommen.

So funktioniert Facebook einfach, und dies ist der Grund für jede einzelne Änderung der Algorithmen und Richtlinien, die sie jemals gemacht haben. Also denke daran, dass diese Änderungen nichts Neues sind.

Es bedeutet einfach, dass sich Facebook mehr Mühe gibt, die Dinge auszubessern, die bisher nicht sonderlich gut liefen.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Einschränkung von Click-Baits…

Es ist an der Zeit, von „forciertem Engagement“ Abschied zu nehmen

Die Richtlinien von Facebook in Bezug auf Click-Bait mögen zwar massiv einschränkend wirken, sind sie aber in Wirklichkeit nicht.

Quelle: https://newsroom.fb.com/news/2017/12/news-feed-fyi-fighting-engagement-bait-on-facebook/, 01.06.2018

Wie wir bereits besprochen haben, ist Facebook ein datengesteuertes Unternehmen. Der Like-Button ist dazu da, um Facebook relevante Daten zu liefern, und nicht etwa, damit du übermäßig aufgeblähte Engagement-Zahlen bekommst.

Daher gibt es keinen Grund, sich über die Änderungen der Facebook-Richtlinien zu ärgern. In Wirklichkeit verdeutlichen diese Veränderungen die schon vorhandenen Regeln.

Es ist auch wichtig zu verstehen, dass der Like-Button, den du vielleicht als öffentliches „Meinungs-Umfrage-Tool“ verstehst, ein geschützter Mechanismus ist, der Facebook gehört. Nach außen hin bereichert er lediglich das Benutzererlebnis von Facebook. Aber in Wirklichkeit liefert er Facebook wichtige Daten, die benötigt werden, um Nutzern relevante Werbeanzeigen zu präsentieren.

Arbeite mit Facebook, nicht gegen sie

Um mit den neuen Richtlinien von Facebook richtig umzugehen, solltest du mit ihnen möglichst auf Augenhöhe sein und erkennen, dass Facebook nicht dir gehört. Es ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebens geworden. Hier verbringen die meisten unserer Kunden und Interessenten ihre Zeit im Internet.

Es ist also der perfekte Ort, um sich mit Menschen zu verbinden. Aber es wäre unrealistisch anzunehmen, dass es für immer einfach und kostenlos sein wird.

Wenn du Facebook-Marketing betreibst um dein Unternehmen zu bewerben und zu skalieren, solltest du nicht vergessen, dass du immer in deinen Handlungen eingeschränkt sein wirst. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass Facebook zu einer etablierten Plattform geworden ist, an deren Regeln du dich halten musst.

Die Änderungen von Facebook wurden vorgenommen, um den Kunden (Facebook-Nutzern) eine großartige Erfahrung zu bieten, wenn sie die Plattform benutzen. Das war schon immer das, worauf Facebook den Fokus gerichtet hat. Aus diesem Grund wirst du auch weiterhin Änderungen sehen, die es immer schwieriger machen werden, irgendwelche „Hacks“ zu benutzen.

Als Marketer kannst du mehr Menschen (profitabler) erreichen, indem du wirkliche Beziehungen aufbaust, anstatt das System zu hacken. Und wenn du dich Facebooks Mission anschließt und mit ihnen zusammen, statt gegen sie arbeitest, musst du dir keine Sorgen machen. Facebook könnte seinen Algorithmus jeden zweiten Tag ändern, ohne, dass es dich beeinflusst. Deine einzige Herausforderung besteht darin, ein System zu schaffen, mit dem du feste Beziehungen zu Menschen aufbauen kannst.

Fordere Facebook nicht heraus

Die Lektion, die du hier lernen solltest, ist, dass Facebook es ernst mit der Aufrechterhaltung der Integrität seiner Plattform meint.

Sie wurde geschaffen, um Menschen zu helfen, Beziehungen aufzubauen und miteinander zu kommunizieren. Facebook bleibt dieser Aufgabe treu und greift hart gegen jeden an, der sie stören will.

Also, du solltest dir diese Dinge merken, wenn du Facebook zu Marketingzwecken verwendest…

Sobald deine Inhalte von 2 oder 3 Personen als Spam markiert wurden, wird ein Compliance-Beauftragter deinen Fall behandeln. Zunächst sperren sie die Nachrichtenfunktion deines Business-Accounts für einen ganzen Tag – als Warnung. Anschließend erhältst du eine Nachricht, die dir anzeigt, gegen welche Plattformrichtlinie du verstoßen hast.

Dann musst du Facebook eine offizielle Entschuldigung schicken und versprechen, dass du dich in Zukunft an die Richtlinien halten wirst. In den meisten Fällen wird dein Konto schließlich reaktiviert.

Wenn du jedoch bezahlte Werbung schaltest, riskierst du, alle Werbeausgaben zu verschwenden. Deine Werbung wird zwar weiterhin laufen, aber sie wird einfach ins NICHTS führen.

Daher solltest du Facebook lieber nicht herausfordern und Vorsicht walten lassen, falls du die Grenzen ausloten willst. Die Änderungen der Facebook-Richtlinien sind grundsätzlich für alle gut. Wenn du jedoch die Facebook-Nutzungsbedingungen verletzt, wird dein Konto wahrscheinlich gesperrt. Daher solltest du die Werbebedingungen von Facebook ganz genau befolgen.

Fazit

Die verstärkte Ausrichtung von Facebook auf zwischenmenschliche Beziehungen mag das Spiel für Facebook-Marketer vielleicht verändern, abr es  ist nicht das Ende der Welt.

Tatsächlich bringen diese Änderungen all diejenigen Unternehmen mit dem Social-Media-Riesen in Einklang, die ihre Kunden an erste Stelle setzen.

Du solltest einfach genauso kundenorientiert wie Facebook sein…

  • indem du dir die Zeit nimmst herauszufinden, was deine Kunden wollen
  • wie du besser mit ihnen in Kontakt treten kannst
  • und wie du kreativ und relevant auf die Dinge eingehst, die ihnen wichtig sind

Wenn du dich daran hältst, wirst du über Facebook qualitativ hochwertige Leads gewinnen. Du hilfst Facebook gleichzeitig auch dabei, Daten zu sammeln, die sie benötigen, um ihren Nutzern ein besseres Angebot bieten zu können – und genau das ist die Win-Win-Situation, nach der Facebook sucht.

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